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FUTURA fragt nach bei...

FUTURA FRAGT NACH BEI KEBBA FADERA

Klicken Sie sich hinein und erleben Sie eine Herzergreifende Geschichte eines jungen Mannes...     

Es ist ein trüber, regnerischer Vormittag, als Kebba Fadera zuhause angetroffen werden kann. Dick eingemummt und erkennbar erkältet öffnet Kebba die Haustür und bittet um Verständnis, dass er seine Wohnung nicht verlassen kann.

Das letzte Spiel in strömenden Regen beim SSV Schwäbisch Hall hat dem 21-jährigen Gambier gesundheitlich den Rest gegeben.

Kebba ist krank, man sieht ihm das an und trotzdem steckt er seinen gegenüber mit seinem Lachen und seiner positiven Lebenseinstellung an.
 

Freuen sie sich, lieber Leser, auf die spannende, aber ebenso bedrückende Lebensgeschichte unseres Vereinskameraden, der seit knapp 30 Monaten in Deutschland lebt und zwischenzeitlich fast perfekt die deutsche Sprache spricht.



Hallo Kebba, wie geht es Dir, so richtig gesund siehst Du heute ja nicht aus?

 

Oh je, mich hat es erwischt. Der Arzt hat mich krankgeschrieben. Am letzten Sonntag habe ich ja mit unserer 2. Mannschaft in Heimbach gespielt. Es hat geregnet, es war windig und kalt. Ich fühle mich in Deutschland, besonders hier beim TURA, sehr wohl, allerdings habe ich mich an dieses Wetter hier noch nicht gewöhnen können. In Gambia ist es im Winter schon sehr kalt, wenn es knapp unter 20 Grad hat. Solche Temperaturen werden hier ja schon als Sommer wahrgenommen.

 

Vielen TURA-Fans kennen dich als sprunggewaltigen Torhüter oder pfeilschnellen Außenstürmer. Wir alle haben dich hier sehr ins Herz geschlossen. Lass uns doch etwas mehr über dich erfahren.

 

Ich bin 1996 in Gambia, in der Stadt Brikama, geboren. Brikama ist etwa eine halbe Autostunde von der Hauptstadt Banjul entfernt. Meine Mutter ist gestorben, als ich zwei Jahre alt war. Mein Vater starb, als ich 6 Jahre alt war. Geschwister habe ich keine. Aufgewachsen bin ich bei meinem Onkel. Er war ein hochrangiger Soldat in Gambia. Er hat mich wie seinen eigenen Sohn großgezogen. Wir alle haben in Gambia Fußball gespielt. Fußball ist in Gambia Volkssport Nummer eins.  Mit 12 Jahren hat der Manager einer Fußballakademie mich in einem Spiel beobachtet. Er mich gefragt, ob ich nicht in seine Akademie kommen wolle. Ich spielte damals als Torhüter. Meine Freunde nannten mich „Oliver Kahn“. Jeder kleine Fußballspieler in Gambia hat den Spitznamen eines bekannten Fußballstars. Ich war  der Oliver Kahn. Übrigens, die Position des Torhüters ist in Gambia bei den Kids sehr beliebt.  

 

Wie kam es dazu, dass du aus deinem Heimatland geflohen bist?

 

Wie ich ja vorhin schon gesagt habe, war mein Onkel ein hochrangiger Offizier. Ihm wurde vorgeworfen, einen Putsch zu organisieren.

Mein Onkel wurde festgenommen, mich hat man dann auch mitgenommen. Ich war da 14 Jahre alt.

Die Leute wollten, dass ich schlechtes über meinen Onkel sage. Das konnte ich aber nicht, weil er ein guter Mensch war. Ich wurde mit Säure gefoltert, man sieht die Spuren noch an meinem Körper. Dann hat man mich in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnte ich fliehen. Mein Onkel wurde umgebracht.

Mir gelang die Flucht in den benachbarten Senegal. Dort lebte ich fast zwei Jahre. Ich habe mich mit kleinen Jobs über Wasser gehalten, ein wenig Geld verdient.

Mir war klar, dass ich nicht mehr nach Gambia zurückkonnte. Es war dort auch niemand mehr, der auf mich wartete.

 

Wie ging es dann mit dir weiter?

 

Über den Mali, Burkina Faso, dem Niger kam ich nach Libyen. Es war die Hölle dort. Auch dort verdiente ich mit Gelegenheitsjobs ein wenig Geld, um weiter nach Europa zu reisen. Fast ein Jahr hielt ich mich in Libyen auf. Dann gelang mir die Flucht in einem Boot. Ich konnte nicht Schwimmen und natürlich hatte ich große Angst. Von Italien aus kam ich nach Deutschland. Zuerst Karlsruhe, dann Mannheim und dann nach Schwäbisch Hall.

 

Wie hast du die erste Zeit in Schwäbisch Hall in Erinnerung?

 

Ich habe in der Asylunterkunft einige Landsleute kennen gelernt. Für mich war das Wichtigste, die deutsche Sprache zu lernen. Mir war klar, dass ich keine Zukunft mehr in Gambia habe, deshalb wollte ich alles dafür tun, mir hier eine Zukunft aufzubauen. Ich habe jetzt zwei Jahre ununterbrochen die Sibilla-Egen-Schule in Schwäbisch Hall besucht. Dort habe ich Deutsch gelernt, so dass ich jetzt fast alles verstehen und auch sprechen kann. Ich kam von Anfang an gut in der Schule mit. Dort habe ich auch viele neue Menschen kennengelernt, die mir hier im Alltag auch toll geholfen habe. Das Beste, was mir jedoch passieren konnte, war, beim TURA Untermünkheim Fußball zu spielen.

 

Wie kamst du eigentlich mit dem TURA-Fußball in Kontakt?

 

Mir war klar, dass ich auf jeden Fall Fußball weiterspielen wollte. Deshalb bin ich auch gleich nach meiner Ankunft ins Training gegangen. Zunächst war ich beim SSV Schwäbisch Hall. Da hat es mir nicht so gut gefallen. Die Leute dort waren nicht so offen zu mir. Dann hatte ich Kontakt zu „Jogi“ Pfisterer (ehem. A-Jugendtrainer beim TURA, Anm. d. Red.). Jogi nahm mich mit zum Training nach Untermünkheim. Dort habe ich mich gleich wohlgefühlt. Die Mitspieler waren zu mir total nett, ich fühlte mich sofort gut aufgenommen und mir hat das Training großen Spaß gemacht. Überhaupt habe ich „Jogi“ sehr viel zu verdanken. Er hat mich immer abgeholt, hat nach mir gesehen und mir immer geholfen. Ich hoffe, er liest das jetzt, vielen Dank „Jogi“!

 

 

Jetzt bist du bei den Erwachsenen angekommen. Wie gefällt es dir dort?

 

Der TURA ist für mich wie eine große Familie. Dies meine ich tatsächlich so. Ich habe den Menschen hier im Verein auch so viel zu verdanken. Die Fans, die Betreuer wie „Paul“ und Mutlu sind wie meine Eltern, meine Mitspieler sind wie meine Brüder. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie alle sehe. Alle sind so offen und freundlich zu mir. Dies freut mich sehr.

Ob ich nun im Tor oder eine Position außen spiele ist mir nicht so wichtig. Hauptsache, ich kann spielen und mit den Jungs Siege zu feiern oder auch gemeinsam zu verlieren. Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt. Mir macht es überall Spaß. 

 

Wie zufrieden bist du mit der sportlichen Situation hier beim TURA?

 

Ich bin sehr zufrieden. Klar, die Jungs der zweiten Mannschaft tun mir leid, da wir doch mehr verlieren als das wir gewinnen. Das kann sich aber auch schnell wieder ändern. 

Über die Entwicklung unserer „Ersten“  freue ich mich sehr. Die Jungs kämpfen, geben alles, da macht es mir total Spaß. Das Spiel kürzlich gegen den Tabellenführer Gaisbach war toll. Unter Flutlicht in Haagen, dies hat mir richtig gut gefallen. Es gibt bei uns in Gambia ein Sprichwort, dass sinngemäß so übersetzt werden kann: „Wir haben zwei Beine, zwei Schultern, einen Kopf. Der Gegner hat nicht mehr.“

 

Wie geht es für dich weiter? Welche Ziele hast du dir vorgenommen?

 

Es ist so, dass ich als Asylbewerber aus Gambia keine Chance habe, Schutz zu bekommen. Leider wurde mein Asylantrag abgelehnt. Über eine Spendenaktion beim TURA konnte ich jetzt einen Anwalt nehmen. Er prüft alles, wie es genau da weitergeht weiß ich nicht. 

Ich arbeite jetzt ja bei der Fa. Reinwald. Martin Reinwald, der Firmenchef, hat mir die Möglichkeit gegeben. Gerne würde ich dort bleiben und auch den Beruf des Bauflaschners lernen. Ich möchte mein eigenes Geld verdienen, hier leben.In Gambia ist niemand mehr da, zu dem ich zurück kann. Ich habe dort keine Zukunft.Zwischenzeitlich habe ich auch eine deutsche Freundin. Sie wohnt in Nürnberg. Wir sehen uns oft an den Wochenenden. Ich habe sie bei einem „afrikanischen Fest“ kennengelernt.

Sie sagt zu mir, ich sei schon ein richtiger Deutscher geworden. Es ist lustig, ich träume oft auch in deutscher Sprache. Meine Freundin fragt dann, was denn mit mir los ist. Mein Lieblingsessen hier in Deutschland ist Kartoffelsalat. Besonders der von Frau Kraft aus der Krone in Enslingen. Liebe Frau Kraft, das ist der beste Kartoffelsalat der Welt!.

Vielen Dank an Alle, die mir geholfen habe. Jetzt hoffe ich auf einen Sieg gegen Kirchberg. Dann wird es ein tolles Wochenende. 

Vielen Dank, lieber Kebba, für das offene Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute und weiterhin viel Freude hier bei unserem TURA.

FUTURA fragt nach bei Alex Dierolf

 

Alexander Dierolf

 

Betreuer beim TURA Untermünkheim

 

 

 

 

 

Zur Person:

Alter:                 30 Jahre

Familienstand:   ledig

Kinder:              keine

Wohnort:           Schwäbisch Hall

Beruf:                Industriemeister Metall

Bisherige Vereine:               TURA Untermünkheim

Größte sportliche Erfolge:   mehrere Meistertitel in der Jugend

Hobbys (außer Fußball):     Freunde treffen

Bevorzugtes Essen:             Zwiebelrostbraten

Bevorzugtes Getränk:          Cola Weizen

 

Frage 1)

Hallo Alex, es steht heute das letzte Spiel für den TURA

Untermünkheim in der Landesliga Württemberg, Staffel 1,

an. Der Abstieg in die Bezirksliga ist besiegelt. Mit welchen

Gefühlen gehst du in dieses Spiel

 

Natürlich ist es schade, dass wir jetzt in die Bezirksliga absteigen

nach den schönen Jahren in der Landes- und Verbandsliga,

aber ich sehe es auch als Chance für einen Neuanfang.

 

 

Frage 2)

Die letzten Wochen waren für Spieler/Trainer und Betreuer

und vor allem auch für die TURA-Fans alles andere als

leicht. Wie hast du die Stimmung im Umfeld wahrgenommen

und mit welchen Hoffnungen gehst du in die neue

Saison?

 

Das Umfeld und die Spieler waren ohne Zweifel traurig über den

Abstieg, aber es gab auch viele aufmunternde Worte von

den Fans. Ich bin mir sicher, dass wir nächste Saison eine

schlagkräftige Mannschaft haben und ich hoffe, dass die

TURA-Fans uns auch in der neuen Saison tatkräftig unterstützen.

 

Frage 3)

Du als Betreuer bist ja relativ nah dran an den Teams. Wie

konnte es aus deiner Sicht zu dieser desaströsen

Rückrunde kommen?

 

Dies hat ohne Zweifel mehrere Gründe. Viele Leistungsträger

fielen verletzt aus. Zudem fehlte das Selbstvertrauen und

sicherlich auch die Erfahrung der vielen jungen Spieler um die

Klasse in der Landesliga letztendlich halten zu können.

Zuversichtlich stimmt einen jedoch, dass es an der Einstellung der

Spieler nicht gefehlt hat sondern mehr an der fehlenden

breite im Team.

 

Frage 4)

Jetzt heißt es die Situation anzunehmen und in der Bezirksliga

sich zu stabilisieren. Was stimmt dich hoffnungsfroh,

dass die neue Saison in der Bezirksliga bessere Ergebnisse

bringt?

 

In der neuen Saison werden hoffentlich alle verletzten Spieler

wieder einsatzbereit sein und mit gezielten Verstärkungen

auch die breite für eine lange und schwierige Saison gegeben sein.

Ich hoffe, dass wir uns nächste Saison gut in der

Bezirksliga etablieren.

 

Frage 5)

Für unsere zweite Mannschaft sieht es nach den

Punktabzügen am grünen Tisch sowie der Niederlage am

vergangenen Sonntag auch schlecht aus. Es scheint der

Abstieg unvermeidbar. Siehst du noch eine realistische

Chance, die Klasse zu halten.

 

Natürlich haben wir auch mit der zweiten Mannschaft eine

schwere Situation und ein schweres Restprogramm, aber wenn

man sich die Tabelle hier genau anschaut sieht man deutlich das

hier noch Chancen auf den Klassenerhalt bestehen und

diese gilt es nun auch zu nutzen. Wir werden in den letzten beiden

Spielen alles geben und versuchen die nötigen Punkte zu

holen.

 

Frage 6)

Du selbst wirst weiterhin ehrenamtlich für den

TURA-Fußball arbeiten. Dies ehrt dich sehr, wenn man sieht,

wie viele Spieler und Funktionäre in den letzten Jahren

gegangen sind. Was reizt dich an deiner Arbeit und wie sehen

da deine Aufgaben genau aus?

 

Es macht mir Spaß ein Teil der Mannschaft zu sein und an der

Kameradschaft teilzuhaben, genau deshalb möchte ich mich

hier gerne weiter einbringen und somit auch meinen Teil für einen

Neuanfang beitragen. Meine Aufgaben sind die

Betreuung Rund-ums- Spiel, um hier den Trainer möglichst viel

Zeit zu geben um sich um die Mannschaft kümmern zu

können. Trikots vorbereiten, die Schiedsrichter zu betreuen aber

auch den Spielern die Unterstützung zu geben die Sie für

die Spielvorbereitung benötigen.

 

Frage7)

Du hast jetzt ja schon viel rund um den TURA erlebt. An was

erinnerst du dich noch besonders gern zurück, welches

Erlebnis würdest du am liebsten aus dem Gedächtnis

streichen?

 

Die Aufstiege in die Landes- und Verbandsliga waren sicherlich

besondere Highlights an die man sich immer wieder gerne

erinnert. Den Abstieg aus diesen beiden Spielklassen behält man

sicherlich nicht so gerne im Gedächtnis.

 

Frage 8)

Die Sommerpause steht nun kurz bevor. Freust du dich auf

einige Wochen „fußballfreie Zeit“ oder wäre es dir lieber,

es würde gleich weitergehen?

 

Ein paar freie Tage um Kraft zu tanken werden wir alle sicherlich

benötigen, wir freuen uns dann aber auch schon wieder

wenn es wieder losgeht und wir die Dinge wieder gemeinsam

angehen können.

 

Frage 9)

Nach 13 Jahren Landesliga, davon 2 Jahre Verbandsliga, geht

es nun wieder zurück in den Bezirk Hohenlohe. Was

wünscht du dir für die Zukunft, wo siehst du den

TURA-Fußball in 5-10 Jahren?

 

In erster Linie beginnt nun erst einmal ein kompletter Neuanfang,

was ja auch immer sehr spannend ist. Auf die Bezirksliga

freue ich mich auch schon ein wenig, da hier doch wieder mehr

Regionalität und dadurch mehr Derbys als in der Landesliga

zu sehen sind. Eine so lange Zeit vorrauszuschauen ist im Fußball

sicher immer schwierig, für uns ist es nun einfach wichtig

sich in der neuen Spielzeit in der Bezirksliga zu etablieren und

wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen.

 

Frage 10)

Zuletzt von dir noch ein paar aufmunternde Worte an die

TURA-Fans?

 

Ich denke unsere Fans haben immer zum TURA gehalten und

ich bin mir auch sicher das es auch weiterhin so sein wird.

Wir sind optimistisch dass nach diesem sportlich, schweren Jahr

auch wieder erfolgreichere Zeiten kommen werden und

dazu brauchen wir unsere Fans natürlich auch weiterhin.

 

 

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim : TSV Crailsheim 2:1

TURA Untermünkheim II : SV Dimbach 3:0

TURA III : SV Dimbach 4:0

 

Futura fragt nach bei Matthias Kolb

 

Matthias Kolb

Spieler beim TURA Untermünkheim 

Zur Person:

Alter:                   24 Jahre

Familienstand:   ledig

Kinder:               keine

Wohnort:             Brachbach

Beruf:                 Student (Agrarwissenschaften)

Bisherige Vereine: immer TURA

Größte sportliche Erfolge:  Turniersieg beim internationalen Turnier in Rimini, Verbandsligaeinsätze

Hobbys (außer Fußball): Ski fahren, Fitness

Bevorzugtes Essen: Sauerbraten mit Spätzle

Bevorzugtes Getränk: Spezi, Natur-Radler

 

Hallo Matthias, die Fußballer des TURA Untermünkheim machen gerade keine einfache Zeit durch. Der Abstieg in die Bezirksliga steht fest. Wie erlebst du gerade diese Situation und wie gehst du, als 100%iger TURANER damit um?

 

Ich bin erst im Laufe der Wintervorbereitung so richtig vom Kreisliga- zum Landesligateam gestoßen. Die ersten Partien haben wir vor allem gegen die vorderen Mannschaften noch gut mitgehalten, gegen die Teams aus dem hinteren Drittel in letzter Zeit jedoch immer wieder die Grenzen aufgezeigt bekommen. Jedes Spiel einige Gegentore zu bekommen ist immer frustrierend. Die Situation ist im Moment für alle nicht leicht, da zum Teil die Spannung und Motivation fehlt, weil es um nichts mehr geht. Auf der anderen Seite müssen wir aber dennoch die Spiele absolvieren und im Training anwesend sein. Ich persönlich versuche mich trotz unserer Lage immer reinzuhängen, auch wenn es für mich als ungelernten Innenverteidiger gegen die oft erfahrenen und abgezockten Stürmer nicht einfach ist.

 

Formulieren wir es mal vorsichtig: Derzeit ist einiges im „Fluss“. Wer geht oder bleibt scheint noch nicht richtig festzustehen. Wie kann es gelingen, in der Bezirksliga wieder Fuß zu fassen?

 

Ich hoffe natürlich, dass die Mannschaft nicht komplett auseinander bricht und wir trotzdem noch einen starken Kern zusammenhalten können. Wir müssen diesen Abstieg als Chance sehen und wieder bei den einfachen Dingen anfangen. In der Bezirksliga kommt es viel darauf an, ob die Mannschaft auf dem Platz als Einheit agiert und das müssen wir als Ziel haben. Hier müssen vor allem die erfahrenen Spieler vorangehen. 

 

Im TURA stehen zahlreiche junge Spieler, die jetzt sogar schon in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Teilweise ist das Niveau dort für unseren Nachwuchs doch etwas hoch. Ist gerade für diese Spieler die Bezirksliga nicht der „ideale Tummelplatz“ oder müssen wir uns auch in der Bezirksliga auf mehr Niederlagen als Siege einstellen?

 

Es ist ein enormer Schritt vom Jugendfußball zum Aktiven-Bereich und diese Erfahrung muss man eben erst machen. Ich mach da auch niemand einen Vorwurf, denn die Jungs mit teilweise 18 Jahren und dürften noch A-Jugend spielen sind bei uns mittlerweile Stammspieler und haben großes Potenzial. Für diese Nachwuchsspieler kann die Bezirksliga eine gute Chance sein, sich weiter zu entwickeln. Wie die kommende Saison läuft kann ich leider nicht voraussehen. Ganz wichtig sind natürlich die Vorbereitung und der Saisonbeginn. Wenn dies gelingt, hoffe ich natürlich auf mehr Siege als Niederlagen. 

 

Du selbst bist ein Spieler mit sehr großem Potenzial, allerdings laborierst du häufiger an Verletzungen. Wie sieht es denn derzeit bei dir aus. Bist du fit und heiß genug auf die neue Saison?

 

Ja, leider gibt es kaum eine Saison, bei der ich nicht verletzungsbedingt ausfalle. Derzeit sieht es allerdings relativ gut aus, abgesehen von kleinen Blessuren nach den Spielen. Hier will ich die Sommerpause aber zum Regenerieren und Abschalten nutzen. Ich freue mich bereits jetzt auf die neue Saison, da auch für mich die Bezirksliga Neuland ist. Hier gibt es wieder einige Derbys gegen bekannte Mannschaften/Spieler/Freunde und hoffentlich auch erfolgreichere Zeiten für die TURAner. 

 

Unsere zweite Mannschaft spielt eine ganz hervorragende Rückrunde. Vio Ratoi eilt mit seinen Jungs von Sieg zu Sieg. Wird unsere „Zweite“ die Kreisliga-A halten können und wie schwer wird ein Abstieg für die Jungs dieser Truppe?

 

Ich bin echt froh, dass es hier unter Vio wieder aufwärts geht. Die Vorrunde, bei der ich auch noch mitgewirkt habe, war ja leider sehr durchwachsen. Natürlich hoffe ich auf den Klassenerhalt, welcher durch den 4-Punkte-Abzug jedoch noch schwerer wird. Aber trotzdem glaube ich noch daran und helfe bei Bedarf auch gern mit.

 

Ein Abstieg wäre sehr schade, da die Mannschaft in den letzten Jahren gezeigt hat, was sie im Stande ist zu leisten. Dies haben wir diese Saison aber leider zu selten auf den Platz bekommen.

 

„Erste“ und „Zweite“ werden zukünftig wieder mehr gemeinsam trainieren und wohl auch an denselben Tagen spielen. Siehst du darin eher einen positiven Effekt oder bist du eher ein Befürworter einer klaren Trennung von erster und zweiter Mannschaft?

 

Ich sehe darin eigentlich nur Vorteile. Die Trainingsbeteiligung ist höher, das Aushelfen unter den Mannschaften geht einfacher und ich denke der Zusammenhalt wird dadurch wieder gestärkt. Einigen Spielern ist der Aufwand Samstag und Sonntag zu spielen bzw. bei der anderen Mannschaft auszuhelfen zu groß. Dieses Problem haben wir damit voraussichtlich nicht mehr. So kann auch nach einem gemeinsamen Training oder Spieltag der Abend zusammen verbracht und gefeiert werden.

 

Du bist noch mitten im Studium, wirst später aller Voraussicht nach den elterlichen Betrieb übernehmen. Wie schaffst du den Spagat zwischen Fußball und Studium und was reizt dich konkret in der Landwirtschaft?

 

Im Moment bin ich zu Hause, ab Herbst werde ich aber wieder studieren. Der Spagat ist oftmals nicht ganz so einfach und auch stressig, denn samstags oder auch unter der Woche wird abends noch länger gearbeitet. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich gerade noch pünktlich zum Training komme. Hier habe ich aber zum Glück einen Vater, der weiß wie viel mir der Fußball bedeutet und auch selbst gerne auf den Sportplatz. Geht. Mich reizt vor allem die abwechslungsreiche Arbeit in und mit der Natur. Außerdem ist es eine große Aufgabe den Kritikern aus den Medien und dem Umfeld die Arbeit authentisch zu erklären. Durch die ganze Bürokratie und Einschränkungen sind wir dennoch die Nährstoff-lieferanten der Bevölkerung, was bei den Leuten zu oft in den Hintergrund gerät.

 

Streifen wir noch kurz den großen Fußball: Für welches Team schlägt da dein Herz am höchsten? Warum genau dieses Team und wie siehst du die Entwicklungen im internationalen Profifußball?

 

Mein Herz schlägt hier schon immer für Bayern München. Entweder man liebt die Bayern oder man hasst sie, aber ich finde diese „MiaSanMia“-Mentalität etwas ganz besonderes. Der internationale Profifußball wird immer mehr von Geld und absurden Ablösesummen bestimmt. Dennoch sieht man an manchen Vereinen auch in der Champions League, dass meistens nicht die Superstars den Erfolg bringen, sondern das Team.

 

Trotz der derzeitigen sportlichen Talfahrt. Was schätzt du am Untermünkheimer Umfeld besonders und wie wichtig war es für dich, am Sportgelände die Infrastruktur zu verbessern? Was muss doch noch unbedingt verbessert oder in Angriff genommen werden?

 

Ich denke, dass die Basis für die nächsten Jahre jetzt gelegt ist. Die Umkleidekabinen und der Vereinsraum sind auf dem neusten Stand. Jetzt liegt es aber an dem Verein und auch an uns Spielern, dieses Gebäude mit Leben zu füllen. Hier muss sich noch einiges tun, damit UNSER Steinach wieder die Zuschauer anzieht und es zu einer echten Heimspielfestung wird. Es wäre wieder ein schönes Gefühl nach einem Heimsieg zusammen mit den Zuschauern und den Spielern den Abend ausklingen zu lassen.

 

Was möchtest du im Mai des nächsten Jahres über dich in der Zeitung lesen?

 

Über mich persönlich muss ich da eigentlich gar nichts lesen. Ich hoffe einfach, dass es wieder erfreulicheres über TURA zu berichten gibt und werde versuchen, mich so gut wie möglich daran zu beteiligen. Vielleicht springt ja das ein oder andere entscheidende Tor dabei für mich heraus, welches die Mannschaft weiterbringt ;-)

 

Deine Tipps für die Spiele am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim  : SpVgg Gröningen-Satteldorf           1:1

 

TURA Untermünkheim II  : SSV Schwäbisch Hall                  3:1

 

Nachgefragt bei Oli Rössler

Zur Person:
Alter:                           28 Jahre            
Familienstand:            ledig
Kinder:                        keine
Wohnort:                     Enslingen 
Beruf:                          Kaufmann
Bisherige Vereine:      immer TURA
Größte sportliche Erfolge:  C-Jugend-Meister
Hobbys (außer Fußball):     Ski fahren
Bevorzugtes Essen:    Zwiebelrostbraten
Bevorzugtes Getränk: Cola-Weizen

 

Hallo Oli, letzte Woche eine herbe 0:8-Klatsche, davor gab es auch zum Teil deutliche Niederlagen für unser Landesliga-Team. Wie fühlst du dich als bekennender TURA-Fan bei solchen Resultaten?
Es tut mir weh, jede Woche zu sehen, wie wir auseinandergenommen werden. (Anm. d. Red.: So geht es uns Redaktionsmitgliedern im Übrigen auch)

Meinst du, unsere zweite Mannschaft schafft noch den Klassenerhalt. Jetzt haben die Jungs unter Trainer Vio Ratoi eine super Serie hingelegt und womöglich bekommen wir vier Punkte abgezogen. Was sagst du dazu? 
Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt mit unserer „Zweiten“ schaffen. Wenn nun das mit den vier Punkten so kommen sollte, dann schaffen wir das trotzdem. Die Jungs sind grad richtig gut drauf. (Anm. d. Red.: Das Urteil des Sportgerichts erging zwischenzeitlich, unserer Zweiten werden tatsächlich vier Punkte abgezogen.)

Es wird ein Umbruch im TURA-Fußball stattfinden. Was wäre dir dabei wichtig? Sollen weiterhin viele externe Spieler bei uns sein oder doch mehr „Eigengewächse“, auch auf die Gefahr, dass wir dann nicht mehr so hoch spielen?
Ich bin für eine „gemischte“ Mannschaft mit jungen TURAnern und Erfahrenen aus dem Umkreis, damit wir eine gute Bezirksliga-Mannschaft stellen können.

Wie kam es eigentlich, dass du beim TURA Untermünkheim so aktiv bist? Was gefällt dir im Verein, was könnte besser werden?
Bei der „Ersten“ hat mich Paul (Anm. d. Red. Alexander Pavlic, Betreuer) ins Boot geholt, bei der Jugend war es Jugendleiter Tom Baum. Beim TURA gefallen mir die vielen netten Menschen und derzeit könnte das „Sportliche“ im Fußball doch besser werden.

Du bist oft zum SKY-Fußballschauen im Vereinsraum, hilfst da immer wieder auch im Ausschank. Was macht dir daran Spaß und wie ist denn die Stimmung an einem Bundesliga- oder CL-Spieltag?
Wenn man hier das tolle Angebot schon hat, sollte man das auch nutzen. Früher bin ich zum Fußballschauen oft nach Schwäbisch Hall gegangen und heute kann ich es hier mit Freunden tun. Dies ist doch viel besser. Die Stimmung ist immer toll und es gibt oft unterschiedliche Meinungen. Das gefällt mir.

Alle Bundesliga-Teams sind international ausgeschieden. Für welches Team bist du denn neben dem TURA und wie kann der Deutsche Vereinsfußball wieder international erfolgreich sein?
Ganz klar, ich bin großer Fan des FC Bayern München. Ich hoffe, dass das Ausscheiden in der CL im Viertelfinale nur ein Ausrutscher war und dass es nächstes Jahr wieder besser wird. Obwohl, Viertelfinale in der CL ist ja auch nicht so schlecht. Andere Vereine wären froh, wenn sie dies schaffen würden.

Wird Bayern München auch in den nächsten 10 Jahren Deutscher Fußballmeister? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?
Dieses Jahr wird der FC Bayern natürlich Meister. Obwohl ich großer Bayern-Fan bin hoffe ich nicht, dass wir jedes Jahr Meister werden, dies wäre dann ja auch zu eintönig. Aber Leipzig sollte auch nicht unbedingt Meister werden. Bayern soll lieber in den nächsten 10 Jahren dreimal die Champions-League gewinnen, das wäre mir am allerliebsten.

Du kennst ja alle Fußballer des TURA. Wer ist denn der Verückteste und wen würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?
Beides Mal ganz klar:Joschka Karle.

Nach 13 Jahren ist es erst einmal vorbei mit Landesliga-Fußball in Untermünkheim. Siehst du darin auch eine Chance? Freust du dich auf die Bezirksliga und den dann „freien“ Samstag?
Ich freue mich nur teilweise auf den freien Samstag. Zu Landesligazeiten konnte ich samstags auf den Sportplatz und dann sonntags zur „Zweiten“.

Wie kann man derzeit die TURA-Fans aufmuntern, aufgrund der schlechten Ergebnisse und Tabellenplätze? Fällt dir dazu was ein?
Ich hoffe, wir holen mit der „Ersten“ noch einige Punkte und werden mit der „Zweiten“ nicht absteigen, so dass wir doch noch einen einigermaßen versöhnlichen Rundenabschluss haben.

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende: (Zweite ist spielfrei!)
TURA Untermünkheim : FC Viktoria Backnang    2 : 1    

FUTURA fragt nach bei Tom Baum

 

 

Tom Baum

 

Abteilungsleiter Fußballjugend beim TURA Untermünkheim

 

 

 

Zur Person:

Alter: 21

Familienstand: ledig

Kinder: keine

Wohnort: Untermünkheim

Beruf: Industriekaufmann bei der Fa. OPTIMA

Bisherige Vereine: TuRa Untermünkheim

Größte sportliche Erfolge: B-Jugend Meister

Hobbys (außer Fußball): Familie, Freunde treffen, Tough Mudder

                                        (Hindernisläufe), Handbal

Bevorzugtes Essen: Pizza

Bevorzugtes Getränk: Orangensaft

 

Frage 1)

 

Hallo Tom, zurzeit hat man es als TURA-Fan nicht gerade

leicht. Unsere 1. Mannschaft scheint wohl nach 13 Jahren

Landes- bzw. Verbandsligafußball in die Bezirksliga

Hohenlohe abzusteigen. Unsere Zweite kämpft nach einer

völlig verkorksten Vorrunde nun um den Klassenerhalt in der

Kreisliga A. Welche Auswirkungen hat denn diese Situation

auf unseren fußballerischen Nachwuchs?

 

Natürlich beschäftigen sich die Jugendspieler auch mit der

Situation der Aktiven. Jedoch würde ich nicht sagen dass es

große Auswirkungen auf unsere Jugendarbeit hat. Die Spieler sind

in allen Altersklassen sehr motiviert. Wir spielen mit der

A-, B-, und D-Jugend derzeit um den Aufstieg in die

Bezirksstaffel und mit der C-Jugend um den Klassenerhalt in der

Bezirksstaffel.

Zudem darf man nicht vergessen, viele Vereine würden nur zu

gerne in der Bezirksliga spielen. Das ist auch für die

Jugendspieler attraktiv.


Bei der zweiten Mannschaft bin ich mir sehr sicher, dass wir die

Klasse halten.

 

Frage 2)

 

Du bist Jugendleiter und auch gleichzeitig Trainer der

F-Jugend. Wie sieht denn eigentlich so eine normale Woche

im Alltag eines engagierten Ehrenamtlichen aus? Gibt´s denn

auch mal ein fußballfreies Wochenende?

 

Im Prinzip räume ich jeden Tag Zeit für den TURA ein. Zurzeit ist

es überwiegend die Vorbereitung der Sportwoche.

Dazu kommen dann die fixen Termine wie das Training und die

Spiele meiner F-Jugend.

Außerdem versuche ich bei so vielen Jugendspielen wie möglich

mit dabei zu sein, dass sehe ich als einen wichtigen Teil in

meiner Funktion als Jugendleiter. Schließlich sollen die Kinder

und Jugendlichen auch wissen wer ihr Jugendleiter ist. Dazu

kommen dann in so einer „normalen Woche“ verschiedene

Kleinigkeiten wie Gespräche mit den Trainern, Spielern oder

auch Eltern.


Fußballfreie Wochenenden gibt es bei mir eigentlich so gut wie

nicht, entweder schaue ich die Spiele vom VfB Stuttgart

oder vom TURA.

 

In der Winterpause werden Turniere sowie Vorbereitungsspiele

unsere Mannschaften ausgetragen, außerdem schaue ich

dann auch gerne die Hallenturniere im Fernseher an. Im Sommer

stehen ja dann immer wieder große Turniere an (Confed

Cup, WM, EM) die ich natürlich dann auch sehr gerne verfolge.

Dazu kommen dann auch hier wieder die

Vorbereitungsspiele unserer TURA Mannschaften.

 

Frage 3)

 

Seit dieser Saison sind wir mit dem SV Tüngental von der

A-Jugend bis zur E-Jugend eine Spielgemeinschaft

eingegangen. Wie läuft dies denn im Alltag konkret ab und

wie zufrieden bist du mit der Zusammenarbeit mit dem

Haller Teilortsverein?

 

Die Spielgemeinschaft war für uns, so wie auch für Tüngental

notwendig. Im Regelfall ist in jeder Altersklasse ein

Ansprechpartner von uns so wie von Tüngental bei den

Mannschaften mit dabei. Dies erleichtert dann natürlich auch die

Kommunikation mit den Eltern. Die Spiele und

Trainingseinheiten finden abwechselnd bei uns oder in Tüngental

statt.


Insgesamt bin ich sehr zufrieden, natürlich gibt es immer mal

wieder ein paar Dinge die wir noch optimieren müssen, aber

hier finden beide Seiten immer gleich eine schnelle Lösung.


Ziel ist natürlich, das die Kinder und Jugendlichen ihren Spaß

haben, aber auch die Möglichkeit, für Ihre Farben weiterhin

Fußball zu spielen.

 

Frage 4)

 

Zwischenzeitlich hat sich deine Jugendabteilung auch einen

tollen Vereinsbus angeschafft. Wie kam es dazu?

 

Über einen Vereinsbus wurde ja die letzten Jahre immer mal

wieder diskutiert. Ich kann mich sogar noch zu meiner Zeit als

Jugendspieler erinnern, als ein Bus im Gespräch war. Nur wurde

dies nie realisiert.


Letztes Jahr war es ja dann wieder die gleiche Situation, nur das

diesmal vielleicht der richtige Zeitpunkt war. Jörg Pfänder,

Horst Marlok und ich haben uns mehrmals getroffen, uns

Gedanken gemacht wie wir einen Bus finanzieren können. Das

hatten wir eigentlich relativ schnell geklärt, da ein passender Bus

beim Autohaus Zech stand. Der nächste Punkt war dann,

wer kümmert sich hauptverantwortlich um den Bus. Hier hat sich

Thomas Unfried dann dazu bereit erklärt und so wurde

aus unserem dreier Team ein vierer Team.


Der Bus wird natürlich überwiegend von der Fußballjugend

genutzt, kann aber an freien Tagen so wie Wochenenden auch

von anderen Abteilungen auf Anfrage genutzt werden. Hier ist

dann Thomas Unfried der Ansprechpartner.

 

Frage 5)

 

Der Verein hat dich für den DFB-Preis „Fußballheld“

vorgeschlagen. Dort werden gezielt junge Ehrenamtliche

geehrt. Du hast in unserem Bezirk den 3. Platz belegt und

wurdest vom ehemaligen Weltklasse-Schiri Knut Kircher

ausgezeichnet. Wie genau kam es zu der Ehrung und welche

Erinnerung hast du noch daran? Motiviert einen eine

solche Auszeichnung?

 

Wie genau es dazu kam weiß ich nicht. Da steckt wahrscheinlich

Horst Marlok mit seinen Vorstandsmitgliedern dahinter.

Ich hab nur eines Tages einen Brief vom WfV bekommen. Erst

dachte ich, wenn es vom WfV kommt ist es eine Strafe die

wir zahlen müssen. Als ich den Brief dann geöffnet hatte habe ich

mich natürlich sehr gefreut.


Der Abend der Ehrung ist mir noch gut in Erinnerung. Diese fand

in Gerabronn-Dünsbach statt. Knut ist ein sehr lustiger

und angenehmer Mensch und von solchen bekannten

Persönlichkeiten nimmt man natürlich gerne eine Ehrung

entgegen.


Ich würde nicht sagen dass mich so eine Auszeichnung motiviert.

Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten mache ich ja nicht

dafür, damit ich dafür Auszeichnungen erhalte. Hier sehe ich mich

als Fußballer, einzelne Erfolge freuen mich natürlich,

aber am Ende zählt für mich wo mein Team, wo der TURA steht.

 

Frage 6)

 

Wann fiel bei dir die Entscheidung, sich ehrenamtlich beim

TURA zu engagieren? Was motiviert dich besonders,

sich Tag für Tag einzubringen?

 

Die Entscheidung kam eher unbewusst. Als ich noch in der

C-Jugend spielte, wollte ich gerne Schiedsrichter werden.

Daraufhin hat mein Vater bei Joachim Giersch nachgefragt.

Gierschi hat sich dann voll um alles gekümmert und mich zum

Kurs angemeldet.

Der nächste Schritt war dann in der B-Jugend. Unter unserem

Trainer Willi Pfauser hatten wir einen starken Zusammenhalt

in der Mannschaft

Mit Willi lernten wir dann sozusagen das richtige Vereinsleben

kennen. Dazu gehörten verschiedene Aktivitäten, das

Highlight war neben der Meisterschaft unser Turnier in

Neckarrems mit der anschließenden Party „Rock am Zipfelbach“.

An diese zwei Ereignisse wird sich die Mannschaft noch in vielen

Jahren erinnern, da bin ich mir sicher. Daraufhin wollte

ich dann gerne mich als Trainer versuchen. Hier kam dann der

Kontakt mit Roland Weidner zustande. Mit ihm als

Unterstützung im Rücken versuchte ich mich dann in meinen

ersten Jahren als E-Jugendtrainer. Mittlerweile bin ich jetzt in

meiner siebten Trainersaison. Die restlichen Ehrenämter kamen

dann über die Jahre immer wieder hinzu. Hier hat mein

Onkel Roland Schwenzer mich auch immer mal wieder

vorgeschlagen und ins Gespräch gebracht. Egal ob als Beisitzer

im

Hauptausschuss, als Abteilungsleiter Aktiv oder jetzt auch als

Jugendleiter, meine Motivation Tag für Tag erkläre ich damit,

dass ich den Verein voran bringen möchte. Damit wir alle noch

zusammen viel Freude und viele Erfolge beim TURA feiern

können.

 

Frage7)

 

Du bist auch im Orga-Team für die 30.

TURA-Jubiläumssportwoche, die ja bekanntermaßen ab dem

14.Juni 2017

hier auf dem Sportgelände startet. Auf was dürfen wir uns

den besonders freuen? Wie sieht denn das Programm

aus?

 

Hier muss ich mich erst einmal bei Marco Bauer bedanken. Er

leitet das Orga-Team sozusagen. Mit ihm bin ich die letzten

Tage immer wieder in Kontakt.

Wir wollen die Sportwoche wieder insgesamt interessanter

gestalten. Es soll nicht nur Fußball gespielt werden, sondern

auch für die Geschwister die mit zu den Turnieren kommen soll es

ein Programm geben. Wir wollen den ganzen Verein mit

seinen Abteilungen präsentieren.


Mehr möchte ich noch nicht zum Programm „verraten“. Alles

weiter erfahrt ihr dann die nächsten Wochen.

 

Frage 8

 

Kommen wir nochmals auf die aktuelle Situation im Fußball

zurück. Es gibt ja einige TURA-Talente, die schon in

der Jugend in anderen Verein spielen. Wie sieht da denn die

Situation aus? Ist mit der Rückkehr vom einen oder

anderen zu rechnen? Haben wir in unseren Jugend-Teams

genügend Talente, die ebenfalls zu den Aktiven

überwechseln?

 

Natürlich gibt es hier immer wieder Gespräche mit den Jungs.

Egal ob das Mutlu ist, der die ehemaligen TURA-Spieler die

in anderen Vereinen aus der Jugend kommen anspricht, oder ich

wo mit den Jugendspielern spricht. Der Kontakt ist da.


Talente haben wir mit Sicherheit bei uns in der Jugend. Die

aktiven Trainer können sich in der nächsten Saison auf die

"neuen“ aus der A-Jugend freuen. Teilweise spielen ja schon

unsere Spieler aus der A-Jugend in der ersten bis dritten

Mannschaft.

 

Frage 9)

 

Der Fußballsport hat, wie viele andere Sportbereiche auch,

Nachwuchssorgen. Gerade im Jugendbereich sind

Spielgemeinschaften fast schon Standard. Wie kann es

zukünftig gelingen, die Kinder wieder bis zum Aktivenalter

heranzuführen?

 

Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass die Kinder und

Jugendlichen Sport machen. Wenn sie sich dann am Ende für den

Fußball entscheiden, ist das für uns natürlich umso schöner.


Sehr schwierig ist es, heutzutage eigentlich fast unmöglich, einen

Jahrgang durch die komplette Jugend zu führen. Viele

wechseln da die Sportart. Was aber aus meiner Sicht viel

schlimmer ist, dass die Prioritäten anders gesetzt werden. Viele

kommen wann sie wollen, sitzen nur noch am Handy oder vor

dem Fernseher, hier muss man aber auch die Eltern in die

Pflicht nehmen. Die interessiert es teilweise nicht ob ihr Kind auf

einmal mitten in der Saison aufhört. Früher hat man

zumindest die Saison beendet, aber war nicht mitten drin weg.

 

Frage 10)

 

Der TURA ist ja zwischenzeitlich einer der größten

Mehrsparten-Sportvereine im Landkreis. Was sollte gerade

im Nachwuchsbereich unbedingt realisiert werden, was läuft

gut, was läuft weniger gut?

 

Ich muss ehrlich sagen, dass das Angebot für den Jugendbereich

super ist bei uns. Eigentlich ist für jedes Kind eine Sportart

dabei, angefangen für die kleinsten beim Kinderturnen.


Was natürlich nicht so gut läuft, ist die Unterstützung der

freiwilligen Helfer. Jede Sportart, jede Abteilung braucht Trainer

und Betreuer. Hier kann man nie genug haben.


Als nächstes fände ich schön wenn wir eins realisieren könnten.

Ich denke neben unserem neuen Gebäude am Sportplatz

und unserem Jugendbus käme so ein Kunstrasenplatz bestimmt

super!

 

Zum Schluss möchte ich noch etwas sagen. Ich möchte mich ganz

herzlich bei Joachim „Resi“ Rößler bedanken. Seit sieben

Jahren arbeite ich jetzt mit ihm zusammen und er hat zu jederzeit

immer ein offenes Ohr und hat mich noch nie hängen

lassen wenn ich seine Hilfe brauchte.


Außerdem möchte ich mich auch noch bei Erich Krumrein,

Werner Pfänder und Wolfgang Meiner bedanken. Ohne Sie wäre

ich schon oft am Sportgelände Steinach aufgeschmissen gewesen.

Danke euch!!

 

Dein Tipp für die Spiele am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim : SV Fellbach 1:0

SC Ingelfingen : TURA Untermünkheim II 0:3

SC Ingelfingen II : TURA Untermünkheim III 1:4

 

 

 

 

 

 

 

 

Futura fragt nach bei Mutlu Metin

 

 

Mutlu Metin

Trainer Landesliga-Team und Abteilungsleiter Fußball

 

Zur Person: 

Alter:   43

Familienstand: verheiratet

Kinder:          2 Kinder (2 Mädchen Aimee und Emma)

Wohnort:       Übrigshausen

Beruf:             Mitarbeiter Allianz Versicherungsbüro

Bisherige Vereine:      Berlin Hertha 03, Hertha BSC, VFR Aalen, Sportfreunde SHA, Crailsheim und TURA

Größte sportliche Erfolge: A-Jugend Deutscher Meister

Hobbys (außer Fußball): Snowboarden, Reisen

Bevorzugtes Essen: vieles

Bevorzugtes Getränk:   vieles

 

Hallo Mutlu, die Hinrunde der Saison 2016/2017 ist zu Ende (Landesliga) bzw. geht an diesem Wochenende zu Ende (Kreisliga A-Team). Beide Teams stehen auf dem letzten Tabellenplatz. Worin siehst du die Gründe für die derzeitige desolate sportliche Situation?

Desolat würde ich die Situation nicht bezeichnen. Wir haben in der Landesliga sehr viele junge Spieler, die ihre Erfahrungen sammeln müssen und sich jetzt in einer Übergangszeit befinden. Dazu gehören auch Niederlagen, leider waren es nun mehr Niederlagen als Erfolge. Man hat aber gesehen, dass die Jungs nicht aufgeben und sie haben auch dazugelernt. .

In der 2. Mannschaft wird das Pech auch irgendwann einmal wieder ins Glück übergehen. Allerdings, eine alte Fußballerweisheit, man muss sich das Glück auch erarbeiten. Die Jungs werden das schaffen, weil sie einfach besser spielen können.

Beleuchten wir zunächst die Situation unseres Landesliga-Teams. Nach einem völlig verkorksten Saisonstart mit sieben Niederlagen stabilisierte sich das Team in der Mitte der Runde um jetzt nun wieder abzufallen. Du bist nun als Interimstrainer der bereits dritte Verantwortliche für das junge Team. Wie sehr belastet diese „Unruhe“ die Mannschaft und wie geht in Sachen „Trainer“ weiter?

Hier muss ich zum wiederholten Male den Jungs ein großes Lob ausspreche. Die ganze Situation mit den Trainern und dem Umfeld, auch der negativen Presse, etc. haben Sie wirklich sehr gut weggesteckt. Dies zeigt, dass die Mannschaft einen sehr guten Charakter hat.

Die Trainer Frage kann ich leider nicht genau beantworten, da bitte ich um Verständnis,, aber wir sind dran eine gute und für Mannschaft, Verantwortliche und Mannschaft passende Lösung zu finden.

Du bist nicht nur für das Training verantwortlich sondern bist auch noch Abteilungsleiter. Ist dies zeitlich überhaupt zu schaffen? Wie sieht denn die Aufgabenverteilung innerhalb der Fußball-Abteilung aus?

In diesem Zusammenhang muss ich Volker Häfele und Alexander „Paul“ Pavlic auch mit ins Boot nehmen, die mir hier und jetzt auch die Möglichkeit geben, Abteilungsleiter und Trainer zu machen. Ohne Ihre Hilfe wäre das so nicht möglich!. Sie nehmen mir in der Situation als Interimstrainer eine Menge Arbeit ab. Aber es sind noch einige Baustellen trotzdem da, die ich dann noch machen muss…aber nicht so viele dann mehr.             

Dabei kann ich mich dann aber auch an Rainer Kircher und Horst Marlok wenden, die mich dann da auch unterstützenJ!!!

Während die sportliche Situation des Landeslia-Teams nicht völlig überraschend kommt war der Verlauf der Vorrunde unserer 2. Mannschaft überhaupt nicht vorhersehbar gewesen. Gerade mal ein Sieg und vier Unentschieden konnte das Team von Marius Dambach vorweisen, ist abgeschlagen Tabellenletzter. Wie konnte es dort soweit kommen und was ist angedacht, damit in der Rückrunde der Erfolg zurückkehrt. Immerhin spielte unser Team in den vergangenen Jahren um den Aufstieg in die Bezirksliga mit?

Eine gute Frage…! Ich denke, hier gab es schon zu Saisonbeginn personelle Probleme. Abwesenheit durch Urlaub, Arbeit im Auslang.. Doch es hat sich die letzten Wochen auch was getan. Marius Dambach macht seine Arbeit sehr engagiert und ist natürlich auch sehr ehrgeizig. Ich denke hier werden wir früher oder später auch gute Resultate wieder sehen.

Fraglos befindet sich der TURA-Fußball sportlich in einer Krise. Die Fans, viele Jahre verwöhnt, gehen durch ein Tal der Tränen. Gibt es eigentlich ein langfristiges Konzept im TURA-Fußball? Wenn ja, wie sieht ein solches aus? In welche Richtung soll sich der TURA-Fußball in den nächsten 5 Jahren hin entwickeln

Der TURA –Fußball ist verwöhnt von den letzten Jahren, gar keine Frage. Alleine der Höhepunkt mit dem Verbandsliga-Aufstieg. Dies wird bestimmt für die nächste Zeit das Highlight bleiben.. Aber unsere Philosophie geht in die Richtung junge Spieler aus der Jugend bei uns oder die bei uns mal waren. Die wollen wir zurückholen und langsam was aufbauen. Genauso wollen wir aber auch junge Spieler aus unserer Umgebung holen, die den Sprung bei den derzeitigen Verbandsliga-Mannschaften Ilshofen und Schwäbisch Hall nicht direkt schaffen. Da ist die Landesliga doch eine gar keine so schlechte Option.

Die Infrastruktur rund um das Steinach-Sportgelände wurde ja deutlich verbessert. Überhaupt gab es gegenüber den letzten Jahren viele Veränderungen. Was wurde verändert und wie soll sich deiner Meinung nach das Vereinsleben gerade „unten am Steinach“ in der Zukunft entwickeln?

Also da hat sich einiges schon geändert, alleine jetzt nach dem Spiel ins Vereinsheim zu kommen, macht einfach riesen Spaß. Leider ist hierbei noch viel Arbeit intern zu leisten(momentan betreibt es „Paule“ fast alleine!)

Ich würde mir da einige Helfer oder Freunde wünschen, die sich da beteiligen würden um es noch besser hinzubekommen. Vor einigen Wochen hatten wir ein Oktoberfest hier, das war sowas von geil und hat Spaß gemacht, aber wie gesagt man braucht auch Helfer und Freiwillige dafür….

Mit dem heutigen Spiel gegen Schornbach beginnt die Rückrunde. Im Vorrundenspiel führten wir lange, mussten dann aber zum Ende des Spiels noch zwei Gegentore hinnehmen. Wie hast du dieses Spiel noch in Erinnerung und mit welcher Taktik, mit welcher Einstellung, werden wir heute ins Spiel gehen?

Ich denke das war damals schon ein Spiel wo man gesehen hat das wir eine junge Truppe sind und uns Erfahrung gefehlt hat. Ich glaub die gleichen Fehler werden wir nicht nochmal machen gegen den gleichen Gegner…! Ich muss aber Schornbach auch ein Kompliment machen und auch sagen, dass Sie mich ein wenig an unsern TURA erinnert von damals als wir aus der Bezirksliga aufgestiegen sind. Eine gute eingespielte Truppe mit gutem Offensivkräften Daher wird es ein schwieriges Spiel. Wir müssen wieder zu unseren alten Taten zurück kehren und da Anfangen wo es weh tut.., beim Kämpfen und Laufen und dann sehen wir was dabei rauskommt!

Wie sehr freust du dich auf die nun bevorstehende Winterpause? Wann beginnt ihr mit dem Training für die Rückrunde und wird es dort dann bereits personelle Veränderungen bei den Spielern geben?

Darauf freue mich wirklich. Die Familie und auch die Freizeit leiden doch sehr unter dem wöchentlichen Trainings- und Spielrhythmus. Da muss einiges zurückstecken.   Die Rückrunde mit der Vorbereitung fängt Anfang Febuar an. Zwecks neuer Spieler sind wir an Spielern dran, wobei das schwierig werden wird, da ja die Ablösesummen frei verhandelbar sin. Ich hoffe aber, dass wir was hinbekommen werden.

Am heutigen Samstag sollen ja gleich drei Heimspiele hier in Untermünkheim stattfinden. Ist dies logistisch überhaupt möglich? Wie könnte ein solche Heimspieltag aussehen? Am Abend findet dann ja das Bundesligaspiel Dortmund gegen Bayern statt. Kann dies im Steinach gemeinsam angesehen werden?

Also natürlich hängt das auch vom Wetter ab, aber ansonsten kriegen wir das hin. Wir haben ja die Möglichkeit auf 2-3 Plätze( mit Haagen)  die Spiele anzusetzen. Und wenn dann noch ein Topspiel am Wochenende in der Bundesliga ist, umso schöner dann können wir alle gemeinsam das Vereinsheim füllen und dort das Spiel zusammen anschauen…

Ich möchte noch auf diesem Wege Markus ( Kusskuss) Klässing alles Gute und eine schnelle Besserung Wünschen!

Er hatte sich letzte Woche in Dimbach(Spiel der 2. Mannschaft) beim Zusammenprall mit dem Gegner die Rippe geprellt, ein dabei entstandener Bluterguss musste operativ entfernt werden. In diesem Sinne Kus Kus, komm schnell wieder auf die Beine und Gute Besserung…J!!!!!

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

TURA Untermünkheim   : TSV Schornbach           2:0

TURA Untermünkheim II  : TSV Mainhardt           2:1      

TURA Untermünkheim III : TSV Mainhardt           3:0

 

 

 

Alexander „Paul“ Pavlic

Mehr als nur Betreuer

 


Zur Person:

Alter:   40

Familienstand: ledig

Kinder:  keine

Wohnort: Michelfeld

Beruf:   Mechaniker

Bisherige Vereine:      TSV Sulzdorf, SV Tüngental, SC Steinbach, SSV Hall

Größte sportliche Erfolge: Stadtmeister, Aufstieg Bezirksliga

Hobbys (außer Fußball): Hund , Fotografie

Bevorzugtes Essen: Sauerbraten

Bevorzugtes Getränk:   Pils

 

Hallo Alex, schön, dass du dir Zeit für das Interview nimmst. Wir haben deine Tätigkeit beim TURA mit „mehr als „nur“ Betreuer genannt. Versuch mal kurz aufzuzählen,  wie eine normale Woche im Leben eines „Paul“ Pavlic aussieht und welche Aufgaben rund um den TURA-Fußball von dir erledigt werden?

Hallo zusammen,

Montags, Dienstags und Donnerstags bin ich dafür verantwortlich dass alles rund um den Trainingsbetrieb läuft. Freitags fahre ich meinen Neffen ins Training und trainiere gelegentlich bei der Dritten mit wie es die Zeit erlaubt.

Samstags zum Spiel sorge ich dann dafür, dass alles reibungslos läuft von der Mannschaft bis hin zum Bewirtungspersonal. Sonntags bin ich dann fast immer auch bei der zweiten und dritten dabei um die dann auch etwas zu unterstützen da mir die beiden Mannschaften auch am Herzen liegen. Hinzu kommen die Thekendienste Dienstags zur Champions League und Freitags zur Bundesliga.

Dies ist eines meiner großen Ziele, das Vereinsleben und die Kameradschaft in unserem neu gebauten Fussballtempel voran zu treiben. Ich bin überzeugt davon, dass wir davon auch auf dem Platz profitieren werden wenn es im Vereinsheim gut läuft.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du vor einigen Jahren zum TURA gewechselt bist? 

Mutlu hat mich damals gefragt ob ich mir das mit ihm vorstellen könne. Da wir schon zusammen beim SSV agierten und ich einige Untermünkheimer von früher kannte war es eine schnelle Entscheidung.

Wie sah denn deine eigene fußballerische Karriere aus? Wo gab es denn da „Höhen und Tiefen?

Meine beste Zeit hatte ich in Sulzdorf mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. Leider sind wie nach nur zwei jahren wieder runter und ich habe mir da meinen ersten Kreuzbandriss geholt.

Ich bin dann zurück in meinen Jugendverein Tüngental und habe mich wieder ran gekämpft und dann wieder schwer verletzt und wieder heran gekämpft.Wir hatten in Tüngental die besten Einzelspieler der Liga aber leider waren wir keine Mannschaft, so dass der Erfolg ausblieb.Mit 30 jahren wechselte ich dann ins Trainergeschäft, erst Tüngental A-Jugend dann SC Steinbach als Hauptverantwortlicher und ein paar Jahre später dann mit Mutlu beim SSV Hall und der Rest ist ja bekannt .

Wir können uns vorstellen, dass deine Laune beim Blick auf die derzeitigen Fußballtabellen abrupt in den Keller geht, immerhin stehen unser Landesliga-Team und vor allem auch unserer „Zweite“ auf Abstiegsplätzen. Wie bekommst du den Kopf wieder frei und was stimmt dich hoffnungsfroh, dass auch wieder „bessere Zeiten“ kommen werden?

Nein, meine Laune ist gar nicht im Keller ! Wenn ich sehe wie sich die Mannschaften in den letzten Wochen im Training und in den  Spielen präsentieren dann stimmt mich das sehr optimistisch für die nächsten Wochen.

Jetzt geht es im letzten Heimspiel der Vorrunde gegen Pflugfelden. Das Team wurde letzte Woche herb von Rutesheim abgeklatscht. Wie wichtig ist heute ein Sieg und wie bereitest Du dich auf ein solches Heimspiel vor? Welche Aufgaben stehen denn eigentlich rund um einen Heimspieltag an?

Ein Sieg heute wäre sehr wichtig um unseren positiven Trend fortzusetzen.Pflugfelden wird heute sicherlich etwas wieder gut machen wollen, deshalb erwarte ich ein sehr knappes und kampfbetontes Spiel.Meine Vorbereitung zum Spiel beginnt schon in der Trainingswoche in der ich dann versuche so viel wie möglich für den Spieltag vorzubereiten.Sprich, das ganze Equipment und Verpflegung bereitstellen.

Falls einer aus dem Bewirtungsteam ausfällt nach Ersatz schauen und die ganze DFB Net Geschichte mit Aufstellung an unseren Stadionsprecher weiterleiten.Und was dann halt noch so kurzfristig anfällt…

Man sieht dich ja fast ständig in Begleitung deines Hundes „Jamie“. Es scheint so zu sein, dass er nicht ohne dich und du nicht ohne ihn kannst. Täuscht dieser Eindruck? Warst du schon immer „Hundefan und was ist das Besondere an „eurer Beziehung

Der Eindruck täuscht nicht. Wir haben eine tolle Beziehung J

Ich hatte schon als Kind einen Hund , also schon immer Hundefan ja. Ihm ging es bei seinem Vorbesitzer nicht so gut und er dankt es mir jeden Tag dass er bei mir sein darf und andersrum genauso.

Wie sehr freust Du dich auf die Winterpause? Wird es dir da nicht irgendwie langweilig werden? Mit was beschäftigst Du dich gerade in der fußballfreien Zeit

Winterpause ist für mich noch sehr weit weg. Ich denke nicht das es mir da langweilig wird Da stehen ja dann viele organisatorische Dinge an für die Vorbereitung und Rückrunde.In meiner fußballfreien Zeit kümmere ich mich verstärkt um meinen Hund der ab und zu etwas zu kurz kommt.

Wir haben jetzt mit dem Vereinsraum direkt am Sportplatz eine fast schon ideale „Location“ für alle Fußballer und Fans. Wie wird aus deiner Sicht die neue Möglichkeit zur Kameradschaft und zum Austausch angenommen? Wo besteht Verbesserungsbedarf und was läuft schon ganz gut?

Eine richtig geile Hütte ist das geworden ! Mir geht jedesmal das Herz auf wenn ich ins Vereinsheim gehe.Ich sehe da aber noch viel mehr Potential aber wir sind da erst am Anfang.

Der TURA hatte ja jahrelang keine so zentrale Anlaufstelle. Das muss sich erst noch Entwickeln und finden.

Über zusätzliche Unterstützung wäre ich hier sehr froh. Manchmal finde ich es schon etwas traurig das mir, der erst drei Jahre im Verein ist, mehr an solchen Dingen liegt wie Leuten die schon ihr ganzes Leben lang hier sind. Bitte dies nicht als Kritik verstehen sondern als Ansporn.

Wie schon in Antwort zu Frage 1 erwähnt, bin ich überzeugt davon dann auch auf dem Platz profitieren werden.

Neben „Jamie“, dem Hund, ist deine zweite große Liebe ja auch noch der VfB aus Stuttgart. Wie sehr hast du in der letzten Saison gelitten und wie beurteilst du den bisherigen Saisonverlauf deiner „zweiten Flamme“?

Als gebürtiger Cannstatter leide ich leider immer noch. Ich finde die Mannschaft noch nicht gefestigt genug und somit fehlt ihr auch die Konstanz. Die Vereinsführung gibt in diesen Tagen kein gutes Bild nach außen ab.Sehr positiv sind die Zuschauerzahlen trotz Liga zwei.

Es ist unzweifelhaft: Der TURA-Fußball befindet sich gerade in einer großen sportlichen Krise. Der TURA-Fan leidet fast schon Woche für Woche. Wo siehst Du den TURA-Fußball in den nächsten Jahren und worin liegen auch die Chancen in einer solch schwierigen Situation?

Den TURA-Fußball sehe ich in den nächsten Jahren als attraktive Adresse für Zuschauer und Spieler mit einem tollen Vereinsleben. In sportlich schwierigen Zeiten zeigt sich was alles Wert ist. So viel wie wir alle für den Erfolg arbeiten werden bald wieder bessere Zeiten kommen.Diese Zeit dann zusammen überstanden zu haben wird uns dann noch mehr zusammen schweißen.

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

TURA Untermünkheim   : TV Pflugfelden    2:0

SV Dimbach  : TURA Untermünkheim II      2:3

Futura fragt nach bei Andreas Schlageter

Andreas Schlageter 

Spieler im TURA-Landesliga-Team

Zur Person: Andreas Schlageter

Alter: 22

Familienstand: ledig

Kinder: 0

Wohnort: Oberrot-Hausen

Beruf: Student

Bisherige Vereine: SG Sonnenhof Großaspach, TSG Backnang, Normania Gmünd,

FC Oberrot

Größte sportliche Erfolge: 3. Platz in der Landesliga mit SGS Großaspach II,Pokalsieger und Meisterschaften in der Jugend mit TSG Backnang 

Hobbys (außer Fußball): Fitness

Bevorzugtes Essen: Scharf und würzig, Mamas Essen

Bevorzugtes Getränk: ISO-Getränk

Hallo Andi, unsere kleine Serie ging am vergangenen Samstag mit der knappen Niederlage beim Tabellenzweiten Satteldorf zu Ende. Woran lag es und ist nun das gesamte Selbstvertrauen wieder dahin?

Wir haben zwar keine Punkte aus dem Spiel mitnehmen können, aber wir konnten uns und allen anderen beweisen, dass wir momentan in einer sehr guten Verfassung sind. Nach dem Spiel waren wir alle enttäuscht, aber das Selbstvertrauen ist weiterhin da. In meinen Augen haben wir eine gute Partie gespielt, die durch den Elfmeterpfiff entschieden wurde. Das ist natürlich ärgerlich, da Satteldorf den Elfmeter bekommen hat und kurz vor Schluss das Foul an mir im gegnerischen 16er nicht gepfiffen wurde. Aber wir werden nichts desto trotz versuchen, bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu sammeln.

Es wurde allgemein dem Team eine gute Leistung bescheinigt. Auch die Satteldorfer Verantwortlichen sprachen von einem insgesamt „glücklichen Sieg“. Wie kam es eigentlich zum „Ruck im Team“ nach dem desaströsen Start mit sieben Niederlagen zu Saisonbeginn?

Da wir mit einer komplett neu zusammengestellten Mannschaft mit vielen Abgängen, Neuzugängen, darunter auch sehr viele junge Spieler hatten, brauchten wir natürlich Zeit um zusammenzufinden. Die Abläufe, das Passspiel, die Chancenauswertung etc. funktioniert jetzt einfach wesentlich besser. Weiterhin haben sich die jungen Spieler so langsam auch an das Niveau im aktiven Bereich und in der Landesliga gewöhnt. Und nach dem ersten Sieg in Fellbach kam eine Menge Selbstvertrauen und auch das nötige Glück wieder zurück.

Jetzt kommt mit dem TSV Heimerdingen ein Team, das am vergangenen Wochenende gepunktet hat. Heimerdingen steht mit 17 Punkten im Mittelfeld, wir sind durch die Niederlage wieder auf den vorletzten Platz zurückgerutscht. Ein Sieg ist Plficht, oder? Wie schwer wiegt der Druck des „Gewinnen müssens“?

Ein gewisser Druck ist immer vorhanden, wenn man auf einem Abstiegsplatz steht. Wir dürfen uns nicht auf den letzten Spielen ausruhen, müssen weiter an uns arbeiten und von Spiel zu Spiel schauen. Dann werden wir auch früher oder später die Abstiegsplätze verlassen. Da bin ich mir sicher.

Du bist jetzt die 2. Saison beim TURA, hast mitgemacht, wie das Team aufgrund zahlreicher Abgänge komplett umgestellt werden musste. Die Mannschaft besteht ganz überwiegend aus jungen Spielern mit Perspektive. Wo siehst du die Stärken des Teams und wie sehr hat dich die „Unruhe“, auch durch die Trainerwechsel, beeinträchtigt?

Momentan ist unsere Stärke die Stabilität in der Defensive. Wir sind einfach nicht mehr so anfällig für Tore und machen keine einfachen Fehler mehr. Somit ist in unserem ganzen Spiel mehr Sicherheit vorhanden, weswegen wir auch nach vorne mit mehr Leichtigkeit agieren. Die Trainerwechsel haben uns als Mannschaft nicht in großem Maße beunruhigt. Die Trainer haben zwar unterschiedlich Charaktere, aber alle haben bzw. hatten die gleiche Idee wie wir Fußball spielen sollen. So konnte jeder Trainer auf der Arbeit seines Vorgängers aufbauen und uns weiter voranbringen.

Du hast in der Jugend sehr leistungsorientiert in den Nachwuchsteams des Drittligisten SG Sonnenhof-Großaspach gespielt. Was für Erfahrungen hast du da gemacht? Wie groß war für dich der Trainingsaufwand und welche Ziele hast Du dir für die nähere Zukunft vorgenommen?

Als ich in der A-Jugend zur SG gewechselt bin wurde ich nach einer halben Saison in die 2. Mannschaft hochgezogen. Wir trainierten 4-mal pro Woche und manchmal sogar samstagmorgens. Das war natürlich sehr aufwändig, da ich zu dieser Zeit auch meine Ausbildung zum Finanzassistenten machte. Da aber Fußball meine Leidenschaft ist, war das für mich nie ein großes Problem. Ich konnte in dieser Zeit sehr viel lernen, da oft Spieler der Profimannschaft mit uns trainierten. Das ist schon eine große Erfahrung für einen jungen Spieler, wenn man plötzlich mit Spielern trainiert die schon Champions League Erfahrungen gemacht haben. Für die nahe Zukunft ist es natürlich mein Ziel, mit meiner Leistung der Mannshaft weiterzuhelfen damit wir so schnell wie möglich die Abstiegsplätze verlassen. Alles Weitere ist für mich erstmal zweitrangig.

Dein jüngerer Bruder Michael spielt jetzt auch im Team mit dir zusammen. Auch er spielte in der Jugend in Großaspach. Überhaupt scheint die Familie Schlageter doch sehr sportaffin zu sein. Plaudere doch mal ein wenig aus dem Nähkästchen?

Ich würde auf jeden Fall sagen, dass wir eine richtige Fußballer-Familie sind. Mein Vater hat früher auch Fußball gespielt. Sogar meine kleine Schwester spielt Fußball und ist Schiedsrichterin. Ich glaube für meinen Vater ist es auch etwas Besonderes, meinen kleinen Bruder und mich am Wochenende Seite an Seite auflaufen zu sehen. Schon auf der Rückfahrt nach den Spielen gibt es dann immer die erste „Analyse“ zum Spiel J

Wie schaffst Du es, dein Studium mit dem Fußballsport zu vereinbaren? Gibt es da nicht auch Phasen, in den man weniger gern zum Training geht, da man zuvor acht Stunden in Vorlesungen gesessen ist? Wie kann man sich eine typische Woche im Leben von Andi Schlageter vorstellen?

Als Student darf man sich nicht über seine Freizeit beschweren glaube ich. Aber da ich zusätzlich als Werkstudent bei RECARO arbeite, gibt es oft Tage an denen ich morgens zu Vorlesungen gehe, danach direkt 5 Stunden arbeite, dann wieder direkt ins Training gehe und erst spät abends nach Hause komme. Manchmal habe ich auch bis spät abends Vorlesung und komme dann später ins Training. An solchen Tagen ist es natürlich schwer die Konzentration auch im Training aufrecht zu erhalten, aber da überwiegt der Spaß am Kicken.

Sowohl Landesliga-Team als auch unser Kreisliga-A-Team stehen weit hinten in den Tabellen. Es scheint in dieser Saison einfach nicht zu laufen, obwohl man bei der „Ersten“ einen deutlichen Aufschwung erkennen kann. Wie sehr kommuniziert man untereinander bzw. tauscht sich aus. Was stimmt dich hoffnungsfroh, dass es in absehbarer Zeit besser wird, hier rund um den TURA-Fußball?

Man trifft sich auf dem Trainingsgelände oder eben bei den Spielen und spricht dann miteinander. Da fragt man den anderen schon woran es liegt. Ich hoffe das der Aufschwung von uns auf die 2. Mannschaft übergeht und es somit für den TURA insgesamt bergauf geht.

Streifen wir noch kurz den großen Fußball: Am vergangenen Spieltag gab es große Diskussion um das Verhalten des Trainers von Bayer Leverkusen, Roger Schmitt. Zwischenzeitlich wurde er wegen seiner Äußerungen gegenüber Hoffenheims Trainer Nagelsmann für zwei Spiele gesperrt. Auf der einen Seite fordert man Emotion und Authenzität, auf der anderen Seite werden Gefühlsausbrüche nicht toleriert. Wie ist deine Meinung hierzu?

In den unteren Ligen findet man solche Aussagen öfters und Sie werden nicht so bestraft. Es hat meiner Meinung auch damit zu tun, dass Trainer und Spieler von solchen großen Mannschaften in der Öffentlichkeit stehen und somit stärker auf das Verhalten geachtet wird. Deshalb diese Strafen. Aber Emotionen gehören zum Fußball dazu, sonst wäre es ja langweilig.

Was machst du am nächsten Samstag nach dem Spiel gegen Heimerdingen

a) wenn wir gewinnen und in der Tabelle einige Plätze nach vorne rücken?

Wenn wir gewinnen werde ich mich nach dem Spiel mit meinen Mannschaftskameraden freuen und das Wochenende genießen. Genaue Pläne gibt es noch nicht. Dann beginnt die Vorbereitung auf das nächste Spiel und da wollen wir dann weiter punkten.

b) wenn wir verlieren?

Niederlagen verarbeite ich schwer. Nach dem Spiel denke ich dann über viele Situationen nach, die es während dem Spiel gab und was wir bzw. ich hätte besser machen können um doch zu gewinnen. An diesen Punkten versuche ich dann in der folgenden Trainingswoche zu arbeiten. Auch suche ich dann die Gespräche mit jungen Spielern um ihnen bestimmte Fehler aufzuzeigen und erkläre ihnen woran Sie arbeiten müssen um sich weiterzuentwickeln.

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

TURA Untermünkheim   : TSV Heimerdingen        2:1

SSV Schwäbisch Hall  : TURA Untermünkheim II    2:3

 

Futura fragt nach bei Firat Doganay

Firat Doganay - Spieler beim TURA Untermünkheim

Zur Person: Firat Doganay

Alter: 21

Familienstand: schwierig

Kinder: 0

Wohnort: SHA

Beruf: Bankkaufmann mit Zusatzqualifikation

Bisherige Vereine: TSG Backnang, VFR Aalen, FSV Hollenbach, Spfr. Schwäbisch Hall

Größte sportliche Erfolge: Bezirksmeister und Bezirkspokalsieger

Hobbys (außer Fußball): Fitness, Lesen und Freunde treffen

Bevorzugtes Essen: Lahmacun

Bevorzugtes Getränk: Powerade

 

 

Hallo Firat, wie groß war die Freude, als ihr am vergangenen Wochenende gegen die Victoria aus Backnang einen unerwartet deutlichen Sieg einfahren konntet.

 

Die Freude war riesig, leider war das Spiel auf einen Sonntag ausgelegt, so konnten wir den Sieg nicht ausgiebig feiern. Was dann doch einerseits den Vorteil mit sich gebracht hat, dass viele Spieler unter anderen auch der Trainer das Grinsen vom Sonntag noch am Montag beim Training im Gesicht hatten. Ist ja auch verständlich nach so einer tollen Leistung von uns. Außerdem haben wir nun den Anschluss an die anderen Mannschaften in der Tabelle geschafft.

 

Was lief in Backnang anders als in den vorangegangenen Spielen?

 

Fast alle Spieler waren fit und standen dem Trainer zur Verfügung. Erfahrene Spieler wie Anil Ötztürk und Joschka Karle waren wieder mit im Boot. Das hat unserem Spiel in den vergangenen Begegnungen sichtlich gefehlt. So konnte auch Mutlu Metin in der Offensive kleine Veränderung vornehmen die gefruchtet haben. Die Einstellung beziehungsweise die Laufbereitschaft, Kampfgeist und der Siegeswille waren an diesem Tag einfach hervorragend.

 

Du hast auf Facebook gepostet, „die Aufholjagd hat begonnen“. Glaubst du wirklich dran, dass wir in diesem Jahr den Klassenerhalt schaffen werden? Was stimmt dich dabei hoffnungsfroh?

Ich glaube nicht nur an den Klassenerhalt, sondern ich bin fest davon überzeugt. dass wir die Klasse halten werden. Dafür trainieren wir alle viel zu hart. Mutlu Metin hat es auch schon letzte Woche vor dem Auswärtsspiel in Backnang in einem Bericht erwähnt, dassasc wir die Qualität haben. Diese Ansicht teile ich auch. Wir haben viele sehr gute junge Spieler mit einer sehr guten Ausbildung in den eigenen Reihen, die einfach noch ein bisschen Zeit benötigen, um sich zu entfalten. Ich bin damit natürlich mit einbegriffen. Was bemerkenswert ist, dass schon in dieser kurzen Zeit die Entwicklung unserer jungen Mannschaft enorm gewesen war. Deshalb bin ich so überzeugt vom Klassenerhalt.

 

Du selbst bist ja auch einer der vielen jungen Spieler beim TURA, übernimmst aber im Training wie auch auf dem Platz schon wichtige Führungsaufgaben. Wie kam es dazu und wie fühlst du dich dabei?

 

Ich bin jemand der gerne Verantwortung übernimmt, ob es im privaten Bereich, beruflichen Bereich oder im Fußball ist. Ich denke einfach, dass man an solchen Aufgaben sehr gut wachsen kann. Da es bei uns in der letzten Zeit viele Veränderungen gab habe ich einfach die Initiative ergriffen. Es ist eine Aufgabe an die ich mich sehr schnell gewohnt habe und es auch mit voller Euphorie mache.  

 

Jetzt wollen wir dich als Fußballer mal ein wenig näher kennenlernen. Wie verlief denn deine bisherige Karriere und welche tolle, oder auch weniger tolle Erlebnisse hattest Du dabei schon machen dürfen?

 

In meiner sehr jungen Laufbahn habe ich schon viele Up and Downs gehabt. Ich hab schon sehr viel Zeit und Leidenschaft in den Fußball investiert und bereue es auch keine Sekunde. Es hat mich auch persönlich sehr geprägt. Meine bisher tollste Erfahrung war es in der B-Jugend Oberliga zu spielen und so gegen viele Mannschaften spielen zu dürfen,  die eine sehr professionelle Infrastruktur haben. Sportgelände, Trainer etc.  Mannschaften wie z.B der VFB Stuttgart, TSG Hoffenheim, SC Freiburg, SC Karlsruhe. Aber die mit Abstand tollste Erfahrung war es eine Woche mit Ralf Rangnick zu trainieren, der uns für das Entscheidungsspiel in der Oberliga gegen den SSV Reutlingen vorbereitet hat. Damals war er noch Trainer vom FC Schalke 04 und hat sehr von der spanischen Legende Raul geschwärmt.  Er gab uns allen viele Tipps. Auch im Spiel an der Seitenlinie.  Dies hat er gemacht weil sein Sohn bei uns gespielt hat und wir ihn darum gebeten hatten.

 

Im vergangenen Jahr hast du beim renommiertesten Fußballturnier für Freizeitteams in Enslingen im Finale das entscheidende Tor gemacht. Wie wichtig ist dir neben dem Landesliga-Fußball auch das „Kicken“ mit den eigenen Kumpels und was ist der Reiz dabei für dich?

 

Ich bin jemand, der sehr viel Spaß am Fußball spielen hat. Das sollte auch immer im Vordergrund stehen. Mich kann man Nachts um 3 wecken, um mit mir Fußball zu spielen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Freund abgesagt habe, wenn er einen gut aufgepumpten Ball hatte. Das Turnier in Enslingen gibt es schon sehr lange und es ist wirklich immer sehr gut organisiert. Außerdem ist es immer gut besucht. Das macht das Fußball spielen natürlich noch attraktiver. Umso mehr Spaß hat man mit seinen Freunden dann den ersten Platz zu holen.

 

Du gilst als sehr ehrgeizig. Was glaubst Du, woher kommt dies und welche Charkatereigenschaften würdest Du dir selbst noch attestieren?

 

Ich denke einfach, dass diese Eigenschaft mich schon von klein auf geprägt hat. Ich durfte schon in der Jugend auf einem relativ hohem Niveau spielen. Dort gab es aber viele Spieler die einfach mehr Talent als ich hatten. Was aber beim Fußball nicht alles ist. So hab ich mir in den Kopf gesetzt, einfach immer mehr zu machen, wie die anderen. In der zweit höchsten Liga in der Jugend spielen zu können und der Mannschaft so gut ich kann zu helfen. Dies hat in der Vergangenheit immer gut funktioniert und konnte diese Eigenschaft mit ins private und Berufsleben mitnehmen.

 

Die Saison 2016/2017 war beim TURA Untermünkheim bislang von sehr viel Unruhe und nur wenig sportlichen Erfolg geprägt. Zuerst legte Martin Weiß sein Traineramt nieder, ihm folgte dann Michael Gundlach, dem jetzt aber Abteilungsleiter Mutlu Metin gefolgt ist. Wie sehr beeinträchtigt gerade eine solch junge Mannschaft diese Vorgänge und was macht Mutlu derzeit anders als seine Vorgänger?

 

Sowas gehört im Leben beziehungsweise im Sport einfach mit dazu. An solchen Situationen kann eine Mannschaft wachsen und Moral beweisen. Da gibt es ein tolles Sprichtwort das wie folgt lautet "was einen nicht umbringt, macht einen nur härter" also heißt es einfach Mund abwischen und die Leistung auf den Platz bringen. Für die ganz jungen ist das natürlich sehr ungewohnt, wenn sich so viel ändert. Aber damit muss man klar kommen in Fußball.

 

Mutlu Metin hat selber sehr lange Fußball gespielt und das merkt man auch. Er ist jemand, der weniger redet und Taten sprechen lässt. 

 

Nun im Spiel gegen Brackenheim besteht die Chance auf den ersten Heimsieg in der Saison. Wie bereitest Du dich auf ein solches Spiel vor. Geht man eigentlich als Tabellenletzter „befreiter“ in ein solches Spiel, da man doch „Underdog“ ist.?

 

Ich persönlich gehe an dieses Spiel ran wie jedes andere. Für mich macht es kein Unterschied gegen wen wir spielen. Ich weiß das wir in dieser Liga gegen jeden unsere Chancen nach vorne bekommen und somit auch jedes Spiel gewinnen können. Aber einen Heimsieg haben die Tura-Fans schon lange nicht mehr gesehen, deshalb möchten wir den Schwung aus dem vorherigen Spiel mitnehmen und die Begegnungen für uns entscheiden.

 

Die TURA-Fans durchwandern gerade sowohl mit der 1. Mannschaft als auch mit der 2. Mannschaft ein „Tal der Tränen“. Was sagst du ihnen, um sie wieder aufzumuntern?

 

In der ersten und auch in der zweiten Mannschaft hat sich viel verändert. Es braucht einfach noch ein bisschen Zeit. Nach und nach wird sich alles zum positiven wenden, davon bin ich überzeugt, weil es einfach in der ersten und in der zweiten Mannschaft viele gute Spieler gibt. Aber auch der Vorstand, Betreuer und die Trainer gute Leistung abrufen. Man sollte einfach positiv an jedes Spiel gehen und Spiel für Spiel sich nach vorne arbeiten.

 

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim   : VfL Brackenheim       2:0

 

 

Martin Weiß

Trainer beim TURA-Landesliga-Team

Zur Person: Martin Weiß

Alter: 36

Familienstand: gebunden

Kinder: 1,5

Wohnort: Bretzfeld

Beruf: selbständig

Hobbys (außer Fußball): Familie

Bevorzugtes Essen: Pizza

Bevorzugtes Getränk: Radler

Hallo Martin, nach dem dritten Sieg in Folge (2:0 beim TSV Heimerdingen) scheint das Abstiegsgespenst endgültig vertrieben zu sein. Siehst Du dies ähnlich oder „brennt“ noch was an?

Nachdem aus der Verbandsliga keine Mannschaft direkt in unsere Staffel absteigt, verringert sich die Anzahl der direkten Absteiger auf 3. Der Viertletzte muss in die Relegation. Auf diesen Platz haben wir bei noch 2 ausstehenden Spielen 9 Punkte Vorsprung.  Was bedeutet, dass wir den direkten Klassenerhalt schon jetzt sicher haben! Da "brennt" also nichts mehr an.

Nach dem Sieg gegen den bereits als Meister feststehenden FV Löchgau legte dein Team nun beim Tabellendritten nach. Der Auftritt in Heimerdingen sei „souverän“ gewesen. Worauf führst du diese enorme Leistungssteigerung zurück?

So eine enorme Leistungssteigerung sehe ich eigentlich nicht. Es sind oft Kleinigkeiten, die über ein gutes oder schlechtes Spiel entscheiden. Die Mannschaft ist mit Sicherheit in jedes Spiel mit der Einstellung und dem Willen gegangen, ein gutes Spiel abzuliefern. Das hat nicht immer geklappt. Wir machten in vielen Spielen einfache Fehler, die zu Gegentoren geführt haben. Unser Passspiel war zu schlampig oder wir konnten unsere Torchancen nicht nutzen. Die letzten Spiele sind wir etwas offensiver angegangen. Die Jungs hatten ihre Vorgaben sehr gut umgesetzt. In unserem Defensivverhalten spielten wir praktisch ohne großen Fehler. Unser Spiel nach vorne war zwingender. Vor allem im Spiel gegen Löchgau spielten wir nahe an unserem Limit. Und das Glück ist in der ein oder anderen Situation auch wieder auf unsere Seite gewechselt.

Die nun zu Ende gehende Saison hat viel Kraft und Nerven gekostet, vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt. Erst drei Siege in Folge, dann Abstiegskampf pur und nun wieder ein Sieg nach dem anderen und dies, obwohl uns zahlreiche Spieler während der Saison verlassen haben. Was war für dich die größte Herausforderung, was hat dich am meisten enttäuscht und was am meisten gefreut?

Am meisten enttäuscht hat mich die komplette Vorrunde. Wir sind mit dem Wunsch, eine "ruhige" Saison zu spielen, gestartet. Von "ruhig" waren wir in der Vorrunde aber meilenweit entfernt. Dabei ging es weniger um die Tabellensituation, sondern mehr um die vielen Störfeuer innerhalb der Mannschaft, aber auch von außen. Wir hatten im Winter dann viele Abgänge und wenige Neuzugänge. Viele hatten uns da schon abgeschrieben. Wie die Mannschaft dann aber alle Rückschläge weg gesteckt hat, an sich und unsere Vorgaben geglaubt hat ist schon bemerkenswert.

Im Haller Tagblatt war zu lesen, dass Du dich diese Woche entscheidest, ob du beim TURA als Trainer erhalten bleibst oder nicht. Gibt es da Neues zu vermelden und was lässt dich an einer dritten Saison beim TURA zweifeln?

Ja, ich werde auch nächste Saison Trainer beim TURA sein. Natürlich war diese Saison nicht nur alles positiv. Und da macht man sich auch als Trainer so seine Gedanken wie es weitergehen soll. Ich hoffe dass der TURA Fussball in der nächsten Saison noch ein weg mehr zusammen wächst und wir noch mehr Leute erreichen die uns unterstützen wollen.

Wie weit sind denn die Kaderplanungen für die neue Saison schon fortgeschritten. Welche Spieler werden den Verein definitiv verlassen, wer bleibt, wer kommt neu dazu?

Stand heute stehen als Abgänge Markus Diether (TSV Crailsheim), Marian Föll (unbekannt) und Jannis Baumann (VFR Altenmünster) fest. Zudem wird Janis Kronmüller aufgrund seines Studiums nächste Runde nicht zur Verfügung stehen. Bei allen anderen Spielern stehen die Chance gut dass sie auch nächste Runde das TURA Trikot tragen werden. Als Neuzugang steht bisher Michael Schlageter (U19 Sonnenhof-Großaspach) fest.

Oft hörte man, dass unser Landesliga-Team besonders während der Wintervorbereitung zusammengewachsen ist. Was hat dazu geführt? Ist es die optimale medizinische Versorgung und/oder hat man als Team sich eingeschworen und wollte es den „ewig Besserwissenden“ und „Dauernörgeln“ mal richtig zeigen, was für Potential im Team steckt?

Dafür gibt es nicht den einen Grund. Es sind viele Dinge die in der Rückrunde besser organisiert sind. Aber es gibt hier auch noch Luft nach oben. Mit Alex Pavlic haben wir einen ganz wichtigen Mann im Umfeld der ersten Mannschaft dazubekommen (siehe Frage 7). Volker Häfele als neuer Teammanager ist auch ein sehr engagierter wichtiger Baustein.

Die medizinische Versorgung mit Stefan Scheufele und Maxie ist top. Zudem hat uns Stefan in der Wintervorbereitung im Athletikbereich weiter gebracht. Das alles führt dazu dass die Spieler sich wohl fühlen. Und jemand der sich wohl fühlt bringt bekanntlich auch bessere Leistungen.

Wie wichtig war Alex „Paul“ Pavlic für dich als Betreuer und wie wichtig war er für das Team?

Paul ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Ohne ihn würde es mit Sicherheit bei uns nicht funktionieren. Leider ist es so dass auch er an seine zeitlichen Grenzen stößt. Hier wäre es wünschenswert wenn noch jemand gefunden werden könnte der ihn da entlastet. Danke Paul für dein Einsatz!!!

Nun geht es im letzten Heimspiel gegen den SV Fellbach. Das Vorrundenspiel wurde am „grünen WFV-Tisch“ zugunsten des TURA entschieden. Was für ein Spiel dürfen die Fans heute erwarten und ist nach dem Spiel noch ein Fest geplant?

Da es für beide Mannschaften heute um nicht mehr viel geht ist die Spannung natürlich etwas raus. Was nicht heißt dass wir heute nicht gewinnen wollen. Wir werden wieder einige Positionen neu besetzen. Aber das hat die Mannschaft in den letzten Wochen ja auch gut verkraftet. Wir wollen heute nochmals ein gutes Spiel abliefern. Nach dem Spiel ist heute kein großes Fest geplant. Das machen wir nächsten Samstag zusammen mit der 2ten und 3ten Mannschaft.

Die FUTURA-Redaktion bedankt sich beim Team, bei Trainer Martin Weiß und Beteuer Alex Pavlic, sowie Abteilungsleiter Mutlu Metin und Teamkoordinator Volker Häfele für eine erfolgreiche Saison.  Trotz personeller Abgänge von Spielern und Funktionäre und so manchem Störfeuer aus der Presse bewahrten alle die Ruhe, hierfür gebührt großer Respekt.