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TURA gewinnt Anerkennungspreis - Sportjugend-Förderpreis 2016

 

Sportjugend-Förderpreis 2016 für gute Jugendarbeit zur Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt

 

Um das herausragende ehrenamtliche Engagement in den Vereinen zu belohnen, schreibt die Staatliche Toto-Lotto GmbH gemeinsam mit der Baden-Württembergischen Sportjugend und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport den „LOTTO Sportjugend-Förderpreis 2016“ aus.

 

Eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben ist es, Kinder und Jugendliche auf ihre Zukunft vorzubereiten. Tugenden wie Solidarität, Teamgeist und Fairplay können unsere Kinder nicht aus Büchern lernen, sondern nur durch praktische Erfahrungen. Den Sportvereinen kommt dabei eine ganz besondere Aufgabe zu.

 

Sportvereine übernehmen eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, denn sie vermitteln jungen Menschen Werte wie Respekt, Rücksichtnahme und Fair Play.

 

Das Pilotprojekt "Team Captain" der Abteilung Badminton konnte überzeugen und wurde mit einem Anerkennungspreis in Höhe von 400 Euro prämiert.

 

Die Preisverleihung findet am 6. Mai im Europapark statt.
Info folgt...dddd

 

TURA Entwicklungsstrategie für Nachwuchs im Ehrenamt: Der Pilot: Der Team Captain

 

Ziel:
Jugendförderung und Nachwuchsgewinnung durch Integration der Jugend in Vereinstätigkeiten.
Dem Nachwuchs-TURANER soll mehr Verantwortung übertragen werden, damit Gestaltungsspielräume vergrößert und Mitbestimmungsrecht erweitert werden kann. Ein Heranführen an ein Ehrenamt wird somit aktiv begonnen.

 

Die Idee:
Durch Bestimmung eines Team-Captains wird ein Bindeglied zwischen der Jugend und dem Trainer/Betreuer geschaffen, um als Sprachrohr Wünsche und Probleme weiterzuleiten, sowie organisatorische Funktionen wie bspw. Ausflugsplanung oder Trainingsplanung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Jugendkameraden und der Sollvorgaben der Trainer zu übernehmen.

 

Durch aktives Mitgestalten in übergebenen Gestaltungsfreiräumen werden Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl gestärkt, so dass eine Entwicklung in ein Ehrenamt mit Vereinsidentifikation gefördert werden kann.

 

Je nach Eignung und Interesse kann auf dieser Basis eine weitere Weiterqualifizierung erfolgen, indem man eine Patenschaft mit dem Nachwuchs verknüpft (Mentoring). Bspw. Das Führen einer eigenen Jugendkasse als Basis für eine spätere Funktion eines Kassierers , oder Co-Trainer,….Der Pate kann bereits erlangtes Know How vermitteln oder als Ansprechpartner fungieren, wenn mal etwas Unklar ist oder Handlungsbedarf besteht weil mal etwas schief gelaufen ist.

 

Der Pilot:
Als Pilot wurde die Abteilung Badminton bestimmt, welche als erstes einen Team-Captain bestimmt hat, der das Aufwärmtraining mitgestalten durfte. Er gilt als Ansprechperson, wenn es um die Wahl des Spiels geht, welches man spielt, um sich aufzuwärmen. Rahmen, wie gerechte Abstimmung und Abwechslung in der Spielbestimmung sind in seiner Rolle als Team-Captain genauso, wie die Vorbildfunktion zu berücksichtigen. Die Planung im Vorfeld, sowie der Auf- und Abbau obliegen seiner Verantwortung und werden nur noch kurz vor dem Training mit den Trainer/Betreuer abgestimmt.

 

Nach erfolgreicher Einführung in das Amt des Team-Captains
Die erste Bewährungsprobe: Das TURA TOP MOVER Projekt

 

Der Team-Captain Wurde mit folgendem Problem konfrontiert: Die Jung-TURANER müssen sich bewegen, um warm zu werden. Dies war nicht mehr der Fall, was zur Folge hatte, dass sich die Jung-TURANER nicht mehr richtig aufwärmten. Dies wurde seitens des Trainers erkannt und die Notwendigkeit, um Verletzungen vorzubeugen wurde entsprechend an den team-Captain kommuniziert. Es musste gemeinsam ein Motivationsgrund geschaffen werden, um den unangenehmen Teil des Trainings ordnungsgemäß auszuführen. Der Trainer unterstützte den Team-Captain bei der Lösungsfindung, indem er einen Vertreter der AOK Gesundheitskasse mit ins Boot nahm, um gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Gemeinsam wurden Ideen zur Lösung des Problems gesammelt und schließlich die Schrittzähleraktion, um die Bewegungsintensität zu verbessern final festgelegt. Durch einen Wettkampf mit den Kameraden wurde das Aufwärmtraining attraktiver und man erhoffte sich dadurch eine Besserung. Schnell wurde en Regelwerk erstellt und den Kameraden vorgestellt. Das Projekt „TURA TOP MOVER“ war geboren! Eine positive Entwicklung war nun deutlich erkennbar. Ab sofort wurden nicht nur während der ersten 15 Minuten Aufwärmphase, sondern während des gesamten Trainings die Schritte erfasst, die die Jung-TURANER während des Badminton-Trainings gelaufen sind. Es wurden sogar nach dem Training noch Extrarunden gelaufen, um zusätzliche Schritte zu sammeln! Ein wahrer Erfolg für die Abteilung und ein erstes Erfolgserlebnis für den Team-Captain! Vorbildlich war auch sein 2. Platz, den er bei dieser ersten Aktion belegen konnte!

 

Planung und Optimierung des Aufwärmtrainings

 

Im Zuge der eigenständigen Planung des Aufwärmtrainings wurden gängige Spiele wie Fußball und Völkerball schnell einseitig. Die Jugendgruppe wand sich an ihren Team-Captain mit dem Wunsch nach mehr Abwechslung. Der Trainer erteilte die Vorgabe, ein neues abwechslungsreiches Aufwärmtraining zu entwickeln. Ergebnis war ein anspruchsvoller Aufwärm-Parcours. Mit viel Spaß und Planungsgeschick werden schnell die Aufbauaktivitäten delegiert, so dass man nur wenig Zeit für den Auf- und Abbau aufbringen musste.
Die Kommunikation und die Abstimmung verbesserte sich enorm. In 15 bis 20 Minuten sind die Jung-TURANER aufgewärmt und stehen als Team zum eigentlichen Training bereit.
Aus Sicht des Trainers und Entwicklungsverantwortlichen ein wahrer Erfolg auf den weiter aufgebaut werden konnte. Vor dem Training bereits werden Aufwärmspiele mit der Mannschaft abgestimmt, um einen abwechslungsreichen Aufwärmprozess unter Berücksichtigung aller Interessen zu ermöglichen. Wertvolle Zeit, die früher zur Abstimmung und Motivation verbraucht wurde, wird effizient für das Aufwärmprogramm verwendet. Als weiterer Ableger konnte eine Nachwuchsschriftführerin bestimmt werden, welche unterstützende Tätigkeiten wie Teilnahmekontrolle und die Erstellung von Vorlagen selbstständig erledigt. Es ist erstaunlich, wie reibungsfrei und demokratisch dies der Fall ist und die Jung-Turaner an der Aufgabe wachsen.
Stand heute mussten Betreuer nur selten eingreifen!